Mittwoch, 17. September 2014

Überbrückungspost (Stress!!)

Hi liebe Freunde,

Wir stecken gerade so im Unistress, dass wir leider gar keine Zeit haben einen Blogeintrageintrag über die letzten paar Tage zu verfassen. Wird nachgeholt, versprochen! Dafür haben wir eine Aufgabe für euch zu Lösen, die wir heute im Unterricht besprochen haben: Zählt die Anzahl der Pässe, die die weißen Leute sich zuspielen! Mal sehen, ob ihr die richtige Zahl herausfindet.

Konzentriert euch direkt beim ersten Mal, denn leider kommt bei diesem Video direkt nach dem Zählen die Auflösung.


Quelle: YouTube


Wie findet ihr das? Kennt ihr das schon? Haben euch lieb, ihr Spinnis! Wir setzen uns wieder an unser Paper! Schöööös!

M&S

Montag, 15. September 2014

Schnitzeljagd, Clubs, Networking

Hi ihr Niedlichen,

Ein frecher Maastrichter aus dem Double Degree von letztem Jahr hat mir gesagt, die ersten zwei Wochen des MIB in Queen's seien chillig, weil alles nur Kennenlernprogramm ist. Jaja. Montag hatten wir wieder den ganzen Tag Unterricht und ich kann mich an nicht viel anderes mehr erinnern. Michaels Gruppe musste die Hausaufgabenpräsentation vortragen und der ganze Kurs hat sie bewertet. Hier wird man echt oft on-the-spot gestellt. Wir haben gelernt, dass man sich besonders gut weiterentwickelt, wenn man die sogenannte Comfort Zone verlässt. Das heißt, man macht Sachen, die neu für einen sind und einem erstmal unangenehm sind. Das hilft sehr dabei sich zu verbessern und selbstbewusster zu werden. Ist aber auch anstrengend und manchmal sind wir einfach zu faul :-P

Dienstag hatten wir dann den Vormittag frei, was sehr dringend nötig war, denn wir mussten mal mit allem möglichen wieder auf den neuesten Stand kommen...Nachrichten beantworten, Desktop aufräumen, Unterlagen sortieren, usw. Ich hab mit Anna telefoniert und unseren gemeinsamen Toronto-Besuch geplant, der Anfang Oktober ansteht (juhu!). Dann mussten wir aber auch schon wieder in die Uni huschen, denn ein weiterer vierstündiger Unterricht über Teams stand auf dem Programm. Der gleiche Professor, der uns auch schon im Leadership Kurs blind hin und her tapsen ließ stellte uns diesmal als Gruppe die Aufgabe, uns die Augen verbinden zu lassen und einen Parcours zu laufen.


Team Sydenham (nach einer Straße in Kingston benannt)
Yali, Adrien, Ziqi, Sara, Matthew

Team Frontenac (nach einer Straße in Kingston benannt)
Ulrich, Claudia, Christina, Aster, Jeff, Michael 
(Österreich, Schweden, Doppelchina, Kanada, Deutschland)

Nach dem Unterricht sind wir wieder ins Fitnessstudio gegangen. Dort haben wir in der Sporthalle ein riesiges Event gefunden, was uns sehr begeistert hat: Alle Clubs der Uni hatten einen mini kleinen Stand aufgebaut, an dem sie über ihre Aktivitäten informiert haben. Es ist unglaublich, wie viele verschiedene Sachen man hier machen kann. Es gibt zum Beispiel nicht nur alle Sportarten (außer Handball), soziale, religiöse oder Lernclubs, sondern auch so Sachen wie Quidditch- oder Jonglierclub. Als dieses Foto aufgenommen wurde, wurde gerade schon abgebaut. Den Tag über war bestimmt noch viel mehr los. Queen's hat anscheinend die größte Dichte an Clubs pro Studenten in ganz Kanada. Cool, oder? Da hat man echt viele Chancen aktiv (oder abgelenkt) zu werden während des Studiums.


Mittwoch war dann auch ein lustiger Vormittag. Das coole MIB-Organisationsteam hatte eine Schnitzeljagd durch ganz Kingston organisiert. So sind wir wieder in den Gruppen durch Kingston gezogen und haben 35 verschiedene Aufgaben erfüllt. Manche davon waren Fotoaufgaben, die ich euch (von meiner Gruppe) hier präsentiere. Michael macht selten Fotos mit seinem Handy, daher seht ihr momentan eher meine Wenigkeit (inkl. Gruppe) im Bild.

Aufgabe 1: Ein kreatives Bild mit unserem Straßenschild

Michaels Team hatte anscheinend eine ähnliche Idee

Ein kreatives Bild auf den Stufen des Rathauses

Kreatives Bild am Springbrunnen auf dem Rathausplatz.

Straßenkünstler-Nachmachbild. Sehr talentiert.

Kleine Kinder auf dem Spielplatz

Mittagspause im QP (Queen's Pub)

Vor Tim Hortons. Unsere Kreativität ging langsam zur Neige.

Unsere Organisatoren und das Career Centre sagen, dass unser professionelles Netzwerk das Wichtigste in der Jobsuche sein wird. Daher stellen sie sicher, dass wir uns alle sehr gut kennenlernen und gute Freundschaften aufbauen können. Ich denke, dass wir deshalb so viele lustige Aktivitäten machen dürfen. Zum Glück hab ich ein herrliches Team. Michael hat jemanden in der Gruppe, der uns voll an Jerry erinnert. Hihi.

Der lustigen Schnitzeljagd folgte noch eine vierstündige Teams-Session. Um den Tag noch voller zu packen, hatten wir uns danach dann auch noch für zwei Firmenpräsentationen angemeldet. Die QSB hat ein mega gutes Career Centre, das diesen Monat jeden Tag mehrere Firmen auf den Campus einlädt, um mit den Studenten zu connecten, die sich dann da bewerben können. Also waren wir um 17:00 Uhr in der Präsentation von Deloitte, die uns zwar nicht so gut gefallen hat, aber wir als Chance genutzt haben, das von uns noch nicht so gemochte Networking zu üben.

Um 18:30 Uhr folgte eine Präsentation, die mir sehr gut gefallen hat: Die Firma Johnson & Johnson. Die Präsentation war interessant, die Jobs hören sich cool an, die Angestellten waren alle zufrieden und kamen mir ehrlich vor und wir bekamen tolle Goodie Bags geschenkt. Hier mal eine witzige Werbung, die von Johnson & Johnson Canada entwickelt und produziert wurde:

Quelle: YouTube

Wenn ich so etwas sehe, denke ich irgendwie immer, dass meine kreative Schwester Maren auch ins Marketing gehen sollte (isso isso isso). Nach der Präsentation gab es noch schönes, kostenloses, leckeres Essen für alle und ich hab noch mit zwei Angestellten geredet. Bei solchen Events gibt es immer viele leckere Häppchen, die für uns das Abendessen darstellten. Wir entwickelten unsere erste wichtige Regel fürs Networking: "erst Essen, dann (vielleicht) Networking!"

Coole Firma. Leider ist mir die Bewerbungsfrist (Freitag) etwas zu kurzfristig. Vielleicht haben die in Deutschland ja auch coole Arbeitsplätze zu vergeben.


Ich wusste gar nicht, dass Neutrogena auch zu J&J gehört.
Cooles Paket! Aber die 2 Liter Mundwasser können wir wirklich nicht mit nach Deutschland bringen.

P.S.: Gefällt euch eigentlich das neue Layout vom Blog (wenn ihr nur auf dem Handy lest, seht ihr es nicht)? Ich hab links eine Navigationsliste eingefügt, sodass ihr ältere Posts schneller finden könnt. Die sind jetzt unter dem jeweiligen Monat zusammengefasst. Außerdem gibt's eine Liste mit den beliebtesten (=am meisten angeklicktesten) Posts. Wenn ihr also z.B. nochmal den Hochzeitspost lesen möchtet, klickt ihr in der Liste auf den entsprechenden Link. Und wie findet ihr diese Verlinkungen im Text? Klickt ihr da manchmal drauf? Immer nach Feedback fragen, hab ich diese Woche gelernt ;-)

Samstag, 13. September 2014

Wochenende (trotzdem busy :-P )

Greet you!

Das sagen Michael und ich voll oft zueinander, weil wir die direkte Übersetzung aus dem Deutschen bei manchen Sachen so lustig finden. So schnell wie die erste Unterrichtswoche als Masterstudent vergangen ist, ging natürlich auch das Wochenende vorbei. 

Der Samstag startete bei mir direkt mal mit einem group meeting, da wir für Montag wieder eine Präsentation vorbereiten mussten. Nach dreieinhalb Stunden waren wir damit fertig. Weil ich sehr erkältet war, hab ich mir nur schnell einen Bagel bei Tim Hortons geholt und mich dann hingelegt. Ich hatte wirklich Kack-Kopfschmerzen den ganzen Tag. Nachmittags, als Michael sich dann mit seiner Gruppe treffen musste, hab ich noch mit ein paar anderen P2C Girls Fragebögen ausgewertet und Leute angeschrieben, bis es spät war. Wir haben alle zusammen gegessen und dann sind Michael und ich nur noch kurz spazieren gegangen. Mir ging es leider nicht so gut :(

Während dieser Woche hatte ich im Unterricht und auf der coolen Party von mehreren Klassenkameraden herausgefunden, dass sie auch Christen sind. So sind wir Sonntag Morgen zu siebt zu einem coolen Gottesdienst gegangen, der im Park am Ontariosee stattfand. Das Wetter war richtig schön und nachher gab es für alle noch ein kostenloses Barbecue. 






Nach dem leckeren Schmaus hatten wir endlich mal kurz Zeit unsere Wäsche zu waschen. Das machen wir jetzt immer am Wochenende, weil da der Strom billiger ist. Dann haben wir mit einer alten Freundin von mir aus dem Konfiunterricht geskyped: Joana. Lustig, wie man manchmal nach so vielen Jahren wieder in Kontakt kommt. Sie und ihr Freund Tobi fliegen bald auch an die Westküste der USA und wollten sich einige Tipps abholen. Wir sind ein bisschen neidisch und freuen uns schon auf ihre tollen Bilder!

Schnell folgte das nächste Event: Das wöchentliche P2C Treffen. Wieder gab es Essen und wir haben eine Menge neuer Leute kennengelernt. Schon cool, wie schnell man hier neue Freunde findet. Ich brauche noch 2, dann hab ich 1000 Facebook Freunde. Und die kenne ich alle wirklich (oder hab sie zumindest mal gekannt). Krass, oder? Ein bisschen gruselig ist das schon, mit so vielen Leuten vernetzt zu sein. Andererseits aber auch ein mega einfacher Weg in Kontakt zu bleiben. 


Volles Haus in unserem Wohnzimmer


Leider mussten wir nach diesem Treffen noch Aufräumen und dann auch noch drei Artikel für Montag lesen...wieder einmal fielen wir totmüde ins Bett. Ein gelungenes Wochenende, nachdem es mir zum Glück auch wieder besser geht.

Hoffentlich war euer Wochenende auch schön! Schöös!

Freitag, 12. September 2014

Erste (anstrengende) Master-Woche

Grüßt euch!

Nachdem ihr im letzten Eintrag gelernt habt, was wir hier überhaupt in Kingston machen, ging der Mittwoch direkt mit einer krassen Aufgabe los: einer Case Challenge. Morgens früh wurden wir mit unserer Gruppe und einer Aufgabe für vier Stunden in einen Raum gesteckt, mussten eine 20-minütige Präsentation (inklusive Q&A = Question & Answer) halten und wurden sogar von einer Jury bewertet. Das war wirklich eine Herausforderung, da wir unsere Teams noch gar nicht kannten, keine Ahnung hatten wie unsere Fähigkeiten sind und wer überhaupt wie gut Englisch spricht. So waren wir natürlich alle ziemlich aufgeregt, als wir präsentieren mussten. Obwohl die Ergebnisse nach so kurzer Vorbereitungszeit natürlich sehr verbesserungswürdig waren, waren Michael und ich trotzdem sehr zufrieden mit der Arbeitsweise unserer Gruppe und wir denken, dass man da in Zukunft gut zusammen arbeiten kann.

Auf dem Schulweg sahen wir dieses coole Queen's Auto

Donnerstag war dann auch relativ anstrengend, da wir eine 8-stündige Session über Teamwork hatten. Das Gute: Wir haben unser Team mit verschiedenen Aufgaben besser kennengelernt und verstehen uns alle super. Das Nicht-so-Gute: Wir haben bestimmt 6 dieser 8 Stunden Theorie gemacht, wobei wir 80% davon schon im Bachelor gemacht hatten. Ihr könnt euch den Interessantheitsgrad daher bestimmt vorstellen.

Eine sehr coole Aufgabe haben wir aber doch gemacht: Wir mussten, mithilfe von einer bestimmten Anzahl von Pappbechern, Strohhalmen, Karteikarten und Kreppband in 16 Minuten einen Turm bauen; so hoch wie möglich. Michaels Team hat sogar gewonnen, weil sie ca. 3cm höher waren als wir und der zweite Platz. Dafür haben wir ein Team Foto gemacht:

Mein Team für das nächste Jahr (v.l.n.r.):
Andrei, Yali, Matthew, Ziqi, Yanlin, Ich; oder:
Madagascar, China, Canada, China, China, Germany

Endlich sind die Deutschen in unserem Studiengang mal nicht in der Überzahl. In unserer Klasse sind fast 50% Chinesen, was auch unsere Gruppenzusammenstellung widerspiegelt. Und, wie findet ihr unseren Turm? Der war echt relativ stabil!

Freitag hatten wir dann noch einen Kurs, der uns professionelle Fähigkeiten vermitteln sollte: Communications. Obwohl wir schon viel über Präsentationen und so lesen und üben mussten, haben wir hier eindeutig wieder was gelernt. Hoffentlich werden wir uns gut verbessern, sodass wir nächstes Jahr endlich mal richtig gut präsentieren können. Bis dahin ist aber leider noch ein langer Weg...

Nach der Uni waren wir dann mit Power to Change auf dem sogenannten Sidewalk Sale. Hier waren alle möglichen Organisationen vertreten, die Sachen verkauften, verschenkten und für sich werben wollten. Wir haben Fragebögen verteilt, um herauszufinden, was die Schüler über Jesus denken und ob sie vielleicht unserer Gruppe beitreten möchten. Es war mega cooles Wetter und die Stimmung war super, sodass unsere anfängliche Schüchternheit im Leute Ansprechen schnell vergangen war.



Nachdem wir die neu gesammelten Informationen dann alle ins System eingetragen hatten und einige interessierte Leute kontaktiert hatten, gingen wir zu Abend auf unsere erste MIB-Party. Zwei unserer Studentenkollegen hatten mutig alle 88 Leute zum Vortrinken in ihre Wohnung eingeladen. Natürlich sind nicht alle gekommen, aber 40 waren bestimmt da. Bei so einer Party bringt jeder Getränke selbst mit, sodass die Gastgeber nur später mit dem Aufräumen zu Kämpfen haben. So schritten wir also noch schnell am Beer Store vorbei, bevor wir an der Tür der Gastgeber klopften.

Eine Schlange vor dem Beer Store um 20:45 Uhr (macht um 21:00 Uhr zu)

Hier kauft man das Bier bereits gekühlt!
Man sucht sich anhand der leeren Flaschen an der Wand eine Sorte aus 
und bekommt die dann auf einem Fließband an die Kasse geliefert.

Die Vorparty war zum Glück echt chillig. Damit wir möglichst viele Leute kennenlernen, versuchen Michael und ich uns bei solchen Gelegenheiten (oder auch in der Uni) nie zusammen aufzuhalten. So werden wir mehr integriert und die Leute denken nicht wir wollen alles nur zusammen machen. Es sind zum Glück alle ganz begeistert, wenn sie hören, dass wir verheiratet sind. Das war im Bachelor auch nicht unbedingt so. Ich habe sogar bis jetzt noch zwei andere Mitstudenten in unserer Klasse gefunden, die auch verheiratet sind! Wir haben echt mit vielen Leuten geredet und hatten viel Spaß. Jeder hat seine eigene Geschichte und zwei Sachen wollte ich von meinen Unterhaltungen mal kurz erwähnen:

1. Ein Österreicher aus meiner Klasse hat auf Mallorca ein Mädchen kennengelernt, die mit mir Abi gemacht hat.

2. Ein Deutscher, der dieses Jahr bei der BASF Praktikum gemacht hat, kennt meinen Onkel Werner.

Ist diese Welt nicht klein? Hier ein Foto von dem Teil der Party, der in der Küche stattfand:


Natürlich ist der Großteil der Gruppe irgendwann aufgebrochen, um noch in einen Club zu gehen. Ich müdes und leider auch erkältetes Ding bin lieber nach Hause gegangen, aber Michael ist der Gruppe gefolgt. Die waren dann noch bis zwei oder drei Uhr Feiern, während ich mich schlaftechnisch auf die am nächsten Tag um 9:00 Uhr angesagte Gruppenarbeit vorbereitet habe.

Tschüss ihr Spinnis!

Eure Sara

Donnerstag, 11. September 2014

MIB, Double Degree, Orientation Day, Erklärungseintrag

Hi ihr Streber!

Ich glaube, wir sollten mal erklären, warum wir überhaupt in Kanada sind. Nämlich nicht, wie man den letzten 20 Blogeinträgen nach vermuten könnte, zum Reisen und Spaß haben, sondern um zu Studieren. Dienstag ging der Ernst des Lebens wieder los. Lest diesen Eintrag nur, wenn ihr wirklich an unserem Studium hier interessiert seid. Könnte langweilig werden.



Nachdem wir im Sommer offiziell unseren Bachelor of Science in International Business (Schwerpunkt: Supply Chain Management) an der Maastricht University abgeschlossen haben, machen wir jetzt hier in Queen's den Master of International Business (MIB) und in Maastricht voraussichtlich Master of International Business Supply Chain Management Graduate Option Free Master. Hört sich toll an, oder? Ist es auch! Wir lieben es!

F: Sara und Michi, wieso macht ihr eigentlich alles zusammen? Wie seid ihr überhaupt beide in dieses Programm aufgenommen worden?

A (kurz): Wir haben die gleichen Interessen und unglaubliches Glück gehabt (bzw. Hilfe von oben bekommen). 

A (lang): Wenn man als Maastricht Student den Double Degree (=Doppelabschluss) machen möchte, muss man sich schon früh dafür entscheiden. In Maastricht ist es vorgeschrieben, dass die International Business Studenten im dritten Jahr ins Auslandssemester gehen. Die Leute, die Double Master's Degree in Queen's machen möchten, müssen ihren Bacheloraustausch auch in Queen's machen. Nach dem ersten Jahr des Bachelors werden alle Studenten aus dem Studiengang (bei uns ca. 500) den Noten nach geranked. Nach diesem Ranking geht dann die Verteilung der Austauschplätze, z.B. Nr. 1 hat die erste Wahl, Nr. 2 die zweite Wahl, Nr. n die n-te Wahl auf eine Partneruni. Für Queen's Double Degree gibt es jedes Jahr fünf Plätze in Maastricht. Von Anfang an wollten Michael und ich unbedingt in dieses Programm reinkommen. Die Chance, dass wir zwei dieser fünf Plätze bekommen war allerdings sehr klein. Wir  mussten ja nicht nur gut im Ranking sein, sondern auch noch notenmäßig relativ nah beieinander liegen, damit wir beide gehen können. Ihr könnt euch also vorstellen, wie wir gerastet sind, als die Zuteilung der Plätze endlich online war und wir gesehen haben, dass wir Plätze 1 und 4 der Double Degree Queen's bekommen hatten! (In der Nacht im Mai 2013, hat unsere liebe Freundin Kathrin, die uns auch schon in Kingston besucht hat, bei uns in Maastricht geschlafen. Wir sind völlig bekloppt auf sie drauf in ihr Bett gesprungen, als wir es erfahren haben.)




F: Und was ist das jetzt für ein toller Double Degree?

A: Das kooperative Programm zwischen Queen's und Maastricht University ermöglicht es uns, zwei Masterabschlüsse in 14 Monaten zu erlangen. Dafür müssen wir das erste Semester (September bis Dezember) in Queen's verbringen, das zweite Semester (Januar bis Juni) in Maastricht, im Sommer (Juli und August) ein Queen's-Gruppen-Consulting-Project bearbeiten und schließlich (September bis Oktober) unsere Maastrichter Masterthese schreiben. 

Einige unserer Mitstudenten des MIB Programs machen aber auch nur einen Master (Single Degree). Diese bleiben ein Jahr in Queen's oder haben ein Austauschsemester an einer Uni, von der sie aber keinen Abschluss bekommen. Andere Double Degree Studenten bekommen zwar zwei Abschlüsse, müssen dafür aber auch zwei Jahre studieren (1 Jahr in Queen's, 1 Jahr woanders).

Da wir eine Menge Extrakurse im Vergleich zu den Single Degree Studenten belegen müssen und sich die Unis die Kurse gegenseitig anerkennen, haben wir dann Ende nächsten Jahres die Masterabschlüsse von beiden Unis. Dann fangen wir hoffentlich auch endlich mal an zu arbeiten.


+


=

QSB & SBE ganz stolz: Beide haben die Triple Crown Accreditation 
(nur 1% der Business Schulen weltweit haben alle 3 Akkreditierungen)

So. Dienstag hatten wir also unseren ersten Tag als Master-, oder hier genannt Graduate-Students. Wir wurden alle in einen großen Raum eingeladen und von unserem verantwortlichen Team und dem Direktor der Queen's School of Business (QSB) begrüßt. Dort waren wir erst einmal beeindruckt von der Vielfalt der Studenten. Alle sind richtig nett und mega motiviert für ihren Master. Master (in Business) ist in Nordamerika noch nicht so verbreitet; die meisten gehen hier direkt nach dem Bachelor arbeiten und machen vielleicht später einen MBA.

Den Vormittag über wurden wir verschiedenen Leute und Organisationen vorgestellt, unter anderem dem Business-Career-Center (BCC). Bemerkenswert ist, dass wir ein relativ kleiner Studiengang sind und das verantwortliche Team und fast alle unsere Professoren uns schon kennen (weil sie unseren Bewerbungsprozess verfolgt haben (die meisten mussten sich mit Interview usw. bewerben) oder weil wir "the couple" sind). So werden wir uns nachher bestimmt alle kennen und Freunde sein. 

Mit meinem über die Uni kostenlosen Microsoft Office erstellte SmartArt

Später wurden wir noch in unsere Teams eingeteilt, mit denen wir das ganze Jahr in fast jedem Kurs arbeiten werden. Michael und ich sind natürlich nicht in einem Team (auf unterschiedliche Zusammensetzung (Leute aus verschiedenen Ländern) wird stets geachtet!), aber wir sind beide sehr zufrieden. Zum Mittag gab es ein Barbecue vor unserer Fakultät, bei dem wir uns Hotdogs und Burger schmecken ließen und leider keine Fotos machten. Danach wurden wir über den Campus geführt und entdeckten unseren privaten MIB Korridor mit ganz vielen Study Rooms und einer fetten Kopiermaschine, mit der wir umsonst drucken können! Übrigens bekommen wir dieses Semester auch alle unsere Bücher und Unterlagen umsonst! Wir werden hier behandelt wie VIPs.

F: Wie bezahlt ihr das Programm eigentlich? Die Studiengebühren in Kanada sind doch sicher mega hoch, oder?

A: Hier können wir noch eine glückliche Meldung geben: Da wir aus Maastricht kommen, müssen wir (zum Glück!!!) nur die Studiengebühren für Maastricht zahlen (<2,000€/Jahr). Das ist mega günstig, da das MIB Programm für Kanadier ca. CAD 45,000 (= ca. 31,000€) und für Ausländer, die sich über Queen's anmelden, ca. CAD 65,000 (= ca. 45,000€) kostet. In diesen Studiengebühren stecken dann halt die für uns so tollen Extras: Eigene Studienräume, Microsoft Office, Unterrichtsmaterialien, Drucken, Busticket, Fitnessstudio, ... 

Nachdem die Willkommensveranstaltung vorüber war, hatten wir direkt noch ein bisschen Disziplin übrig (und noch keine Hausaufgaben) und gingen ins Fitti. Hier überlegten wir uns, nicht nur, wie letztes Semester, ein Schließfach in der Umkleide zu mieten, sondern auch noch für monatliche CAD 5 zusätzlich den Wäscheservice zu buchen. Was das bedeutet? Dass man bei jedem Besuch ein frisches T-Shirt, Hose, Socken und Handtuch bekommt. Wenn man dann also Schuhe und Duschzeug im Spind lässt, muss man eigentlich nichts (nur Unterwäsche) mit sich herumschleppen und kann ganz spontan entscheiden Sport zu machen. Außerdem spart man sich eine Menge Waschen. Wenn wir schon so VIPs sind dieses Jahr, dachten wir, gönnen wir uns das auch noch. So sehen wir jetzt also jeden Tag im Fitti aus:



Und hier präsentiere ich - tadaa - meinen Spind. 

Die drei Sachen in der rechten, unteren Ecke bleiben nicht über Nacht drin:
Trinkflasche, Kopfhörer, Student Card


Eigentlich wollte ich in diesem Eintrag noch viel mehr über die letzte Woche schreiben. Aber ich hab viel mehr geschrieben, als ich dachte und muss jetzt leider schon wieder schnell schlafen. Daher werde ich versuchen, morgen noch einen Post mit dem weiteren Verlauf der Woche hochzuschicken.

Grüßt euch und viele Grüße vom Michael!!!

Sara

Dienstag, 9. September 2014

Zurück in Kingston, Frosh Week

Hallo ihr Lieben,

wir sind wieder zurück in Kingston! Wir haben schon die erste tolle, anstrengende Uni-Woche hinter uns und wieder viele coole Sachen erlebt und Leute kennen gelernt. Sieht so aus, als würde dieses Auslandssemester etwas anstrengender werden, als das letzte. Aber fangen wir mal von vorne an...


Ele und ich im Bus: Toronto - Kingston

Aus unserer Sichtweise mussten wir uns ja Freitagabend traurig von meiner Familie und Samstagmorgen von Michaels Eltern verabschieden. Wir selbst konnten noch gemütlich in Toronto frühstücken, unsere Koffer packen und mit dem Megabus zurück nach Kingston fahren. Während Inge und Schildi am Flughafen chillten und meine Familie noch einmal New York erkundete, verbrachten wir den Samstag hauptsächlich mit waschen, einkaufen und Zimmer einrichten. 


Nutella gekauft!

Unser neues Heim ist viel toller als das alte (Guckst du: Hier oder noch besser: Hier)! Wir wohnen ja mit einer coolen Familie, die wir im letzten Semester schon kennengelernt haben: Tara, Darren und deren beiden Kindern Sebby und Ophelia. Zusätzlich zur tollen Gesellschaft haben wir ein ca. doppelt so großes Zimmer (allerdings immer noch so klein, dass kein Schreibtisch rein passt) und teilen uns eine saubere Küche, ein großes Ess- und Wohnzimmer und ein kleines Badezimmer. Zusätzlich zur verbesserten Gesellschaft und Sauberkeit ist auch die Lage hier deutlich besser: Zur Queen's School of Business (QSB) spaziert man gerade mal 10 Minuten. Das bedeutet jeden Tag eine halbe Stunde länger schlafen, da wir nicht mehr Bus fahren müssen.


Garten

Nochmal selbst gekocht: Nudeln mit Tomatensoße
Cool: die chillige Veranda ("Deck")

Nachdem wir Samstag alle zusammen Abend gegessen hatten, begann für uns der Sonntag mit einem gemeinsamen Kirchenbesuch. Danach bemerkten wir, dass wir noch nichts lernen mussten und gingen erstmal in die Stadt, um mir ein paar Schuhe zu kaufen. Dabei entdeckten wir, dass Subway jetzt auch 'any size soft drinks' für CAD 1 anbietet. Welch eine Freude! Glücklich darüber, dass wir nun alles zu Fuß erreichen können, spazierten wir noch etwas über unseren sommerlichen Campus. Ohne Schnee ist das hier ein ganz anderes Lebensgefühl!



Eine süße Straße zum Spazierengehen

Montag war dann hier Labour Day Feiertag, sodass wir noch nicht mit Uni beginnen mussten. So konnten wir noch etwas chillen und ins Fitnessstudio gehen. Ich wollte schon immer mal Fotos vom Girls Locker Room (Umkleide) machen, weil der so groß ist. Jetzt war er das erste Mal so leer, dass ich mich getraut hab.





Normale Studenten hatten übrigens noch die ganze Woche frei. Nur die neuen first-years, die hier Frosh genannt werden, haben schon ihre Kennenlernaktivitäten. Und wir mussten beginnen. Aber dazu später. Erst nochmal zu den süßen Frosh: Die ganze Woche herrschte in Kingston Ausnahmezustand. Überall riesige Massen an gelben Menschen (gelbes Shirt = neuer Erstjahresstudent). 



Es gab über 1000 Zweitjahresvolunteers, die die keine Ahnung wieviel tausend neuen Studenten begrüßt und die ganze Woche über den Campus gescheucht haben. Uns hat das ein bisschen an diese Aufnahmetage von holländischen oder amerikanischen Studentenverbindungen erinnert, bei denen die neuen Mitglieder Aufgaben der älteren erfüllen müssen. Die Commerce (Business) Studenten zum Beispiel, duften die ganze Woche über nicht gehen, sondern nur über den Campus laufen. Die älteren Studenten hatten T-Shirts gemacht, auf denen z.B. stand "I buy your family" oder "I sharehold your hand". So konnten die neuen identifiziert und von ihren sogenannten "Bosses" herumgeschickt werden. Im Laufen riefen die älteren ihnen dann zu: "Switch your socks!" und die jungen mussten anhalten, ihre beiden unterschiedliche farbigen Socken tauschen und weiter laufen. Wenn man die armen mal irgendwo in einer Starbucks-Schlange oder so hat verschnaufen sehen, konnte man immer erkennen, wie fertig die waren. 




Die berüchtigtste Aufnahmewoche haben aber wahrscheinlich die Engineering-Students. Hier ist es Tradition, dass sich deren Leader jeden Tag lila färben; von Kopf bis Fuß. Deren Frosh werden z.B., als Höhepunkt ihrer Woche blind an irgendeinen unbekannten Ort gebracht (ohne Handy etc.) und müssen mit einer selbstgemachten Schatzkarte irgendeine alte Stange finden, die sie dann hochklettern müssen. Gleichzeitig versucht McGill University (eine von Queen's Rivalen), ähnlich wie beim Maibaum, den Stab auch zu finden und zu klauen. Queen's ist ganz stolz, weil McGill ihn schon seit 15 Jahren nicht gefunden hat. Die Engineering Studenten allerdings auch nicht und es wissen anscheinend nur fünf Personen auf der Welt, wo sich dieses mysteriöse Ding befindet. Hier haben wir einen lila Engineering-Leader getroffen, der schon länger versucht hatte, sich von Farbe zu befreien:



Wir hatten schon ab Dienstag Uni, weil wir ein besonders komprimiertes und intensives Programm gewählt haben. Da dieser Eintrag schon wieder viel länger ist als erwartet, werdet ihr davon im nächsten lesen. Wir hoffen, es geht euch allen gut? Wir vermissen unsere Familien und verbleiben mit freundlichen Grüßen,

Michael & Sara

Samstag, 6. September 2014

Tag 21: Sa, 30.08. - Letzter Tag, Ende der Reise (von Stefan)

Nach einem schönen letzten Tag in Toronto hieß es am Abend Abschied nehmen. Zunächst für Maria, Stefan, Maren und Pia, die mit dem Greyhound um 21:30h abreisen mussten. Inge und Horst konnten noch etwas bleiben, da sie die Strecke bis New York per Flug überbrücken wollten und bis zum Start noch eine Übernachtung im Backpackers verbringen durften.

Etwas Durcheinander kam am Busbahnhof auf, da offensichtlich der Fahrplan durcheinander geraten war und sich schon eine lange Schlange gebildet hatte. So startete der Bus erst gegen 22:45h.
Nach vielen Abschiedstränen verlief die Reise unspektakulär und dauerte insgesamt 3 Stunden länger als geplant. Inbegriffen war mal wieder die Einreiseprozedur in die USA (alle mussten aussteigen, ihr Gepäck ausladen, durch die Kontrollen und wieder zurück), ein Aufenthalt in Buffalo (dauerte 1:20h statt der angekündigten 10 Minuten), sowie ein Umweg (dauerte 31 Minuten, offensichtlich hatte der Busfahrer sich verfahren). Schließlich trafen wir um 11:00h am Port Authority Bus Terminal (PABT) in New York ein.

810 km, 12:45h. Der Wurmfortsatz nach Rochester war unnötig. Lt. Garmin haben wir nirgends angehalten, der Fahrer wird sich schlicht verfahren haben. Zum Glück haben wir das Unglück verschlafen.

Weil wir im Bus einigermaßen schlafen konnten, waren wir fit genug um einen Zusatztag in NY zu genießen. Die Koffer konnten wir für je $10 im Storage um die Ecke deponieren und schon gings zu Fuß auf die Abschiedstour.

 Kaum zu glauben: Zum zweiten Mal in NYC innerhalb von nur 3 Wochen! Wenn‘s auch nur 6,5 Stunden waren. Welches bekannte Gebäude steht im Rücken des Fotografen?

 
Richtig! Das Flatiron-Building.

Trotz der besuchten Großstädte Boston, Washington, Montral, Ottawa und Toronto waren wir wieder überwältigt von den Menschenmassen in dieser Stadt. Bei einem Bummel die 5th Ave hinauf kauften wir zunächst Oreos und andere Lebensmittel für ein Picknick ein.

 
Kleine Auswahl an Körnern in einem normalen Lebensmittelgeschäft

Anschließend erwarb Stefan ein schickes iPhone 5S im Applestore (natürlich nicht für sich selbst).

Der Eingang zum Applestore an der 5th Ave

Auf jeden Kunden kam mindestens ein Angestellter in blauem Shirt

  Schnell noch in den Trump Tower, den Stefan noch nicht von innen gesehen hatte

Am Südrand des Central Park ließen wir uns auf einem Felsen an einem idyllischem Plätzchen namens ‚the Pond’ nieder und verspeisten unsere Verpflegung. Am nahegelegenen Teich konnten wir sogar die Trauung eines homosexuellen Pärchens beobachten.

Unser Fußweg an diesem Tag n NY (6km). Oben im kleinen Rechteck liegt das PABT und der Storageroom

Am späten Nachmittag machten wir uns auf den Fußweg über die 8th Ave zurück in Rtg. unseres Gepäckstorages an der PABT. Von dort wuselten wir ein letztes Mal in die U-Bahn und für $2,75 zur Haltestelle Jamaica und weiter für $7 mit dem Airtrain zum Flughafengebäude JFK.

 
Im Airtrain

Ohne zuvor einen konkreten Treffpunkt ausgemacht zu haben, trafen wir hier schnell auf Inge und Horst, natürlich im McDonald's! Die beiden hatten einen angenehmen Flug von Toronto aus gehabt und warteten nun im Flughafen, da eine Hin- und Rückfahrt in die Stadt zu umständlich gewesen wäre.

5800 km, 8:30h
Der gemeinsame Rückflug bis Madrid verlief ohne Probleme.

 
Wieder über europäischem Boden

In Madrid flogen wir nach 3 Stunden Aufenthalt weiter und kamen um 17:30 Uhr in Frankfurt an.

1450 km, 2:30 h

Da sowohl das Abholen der Autos aus dem Parkhaus, als auch die Rückfahrt reibungslos verliefen, erreichten wir die Heimat um 21:30 Uhr.

200 km, 2:20h (mit Auto abholen)

Zusammengerechnet hatte unsere Rückreise somit insgesamt 42 Stunden gebraucht und von Toronto aus sind wir 8256 km nach Hause gereist.

Schon auf dem Rückflug wurde ein erstes Fazit gezogen:

1.)   Was Sale und Ele an Liebe, Arbeit und Zeit für diese Reise investiert hatten, war unbezahlbar. Dazu kamen noch ihre Dolmetscher- und Informationleistungen während der Tour. Kein Reisebüro der Welt hätte diese 3 Wochen für uns so gestalten können. Die beiden haben es geschafft für 6 vollkommen verschiedene Charaktere eine gemeinsame, unvergessliche Traumreise zusammenzustellen. Danke.
2.)   Schön ist die Jugend.

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Ein junges Ehepaar, das Reisen liebt! Als Erinnerung für uns und als Update für unsere lieben Familien und Freunde schreiben wir gerne Blogeinträge über unsere Reisen. Wir freuen uns, wenn euch die Blogs gefallen!