Mittwoch, 19. November 2014

Wochenende mit Lara & Friends!

Hallo liebe Lieblingsleser,

Endlich haben wir mal Zeit, den Eintrag vom letzten Wochenende zu schreiben! Juhu :)

Letztes Wochenende war so cool! Jetzt gucke ich gerade so in Laras Blog und sehe, dass sie auch vor 10 Stunden den Bericht hereingestellt hat...ich lese ihn mal lieber nicht, bevor ich das hier schreibe! Verlinke ihn aber gleich! Erstmal gucken, an was ich mich selbst noch erinnern kann.... hihi

Also, das Genialste was passiert ist, war, dass wir Lara getroffen haben. Meine süße "kleine" (mittlerweile 20-jährige) Großcousine. Sie macht gerade ein ganzes Jahr Au-Pair in den Staaten. In Minneapolis, um genau zu sein. Dort versorgt sie eine sehr lustige, herzliche Familie mit zwei Jungs und hat ab und zu auch mal Zeit ein paar Ausflüge zu machen. Einen davon hat sie uns gewidmet, Dennis-Michael und Sara Ellen Eckardt. Tara und Darren, unsere lieben Housemates, hatten nichts dagegen, dass sie ein Wochenende vorbeikommt und gleichzeitig noch zwei Freundinnen mitbringt. Und so kam es, dass drei Deutsche Au-Pairs nach einer nächtlichen Reise von Minneapolis, über die beleuchteten Niagarafälle, um 5 Uhr morgens bei uns in Kingston an die Tür klopften.

3 Girls im Mietwagen

Da waren die lieben Mädchen aber sehr müde, immerhin hatten sie nur im Flugzeug und im Auto ein bisschen geschlafen. Schnell steckten wir sie nochmal für vier Stunden ins Bett, bevor es ein luxuriöses Frühstück mit Toast und Marmelade gab. Da sitzen sie: Lara, Rabea und Melanie.


Die drei waren ganz interessiert, alles zu sehen, was wir vorgeschlagen haben. Echt eine angenehme Touristengruppe, die interessiert alles fotografiert, woran man vorbeikommt ;-) Erstmal ging es natürlich in die Goodes Hall, das Gebäude der Businessfakultät unserer Uni. Dort spielte sich zur Zeit der "Innovation Summit" ab, ein von den MBA Studenten organisiertes Event. Es hat gerade ein wahrscheinlich sehr bekannter Redner in der Eingangshalle gesprochen und alles war in Tricolour (Rot Blau Gelb) geschmückt.


Wie jedem Queen's Besucher, zeigten wir den dreien natürlich auch den "Harry Potter Reading Room". Wenn es draußen kalt ist, ist der noch gemütlicher als im Sommer!


Nachdem wir noch ein bisschen über den Campus geschlendert sind und natürlich auch das riesige Fitnesscenter präsentiert haben, wollten wir zum Ontariosee gehen. Leider war es ziemlich windig und kalt und wir hofften, dass am nächsten Tag die Sonne scheinen würde. Schnell entschieden wir uns, lieber ins Shopping Center zu fahren, um uns aufzuwärmen. Dort fanden wir einen lustigen Laden, in dem es ganz viele winterliche und weihnachtliche Artikel zu kaufen gab. Den Pullover, den Michael an hat, fand ich sogar wirklich voll cool und niedlich. Er wollte ihn aber leider nicht haben :(



Nachdem wir ein bisschen shoppen waren, wurde es mal wieder Zeit für eine Fütterung der hungrigen Raupen. Schnell fuhren wir nach Hause, machten uns fertig und gingen zu PitaPit. Das ist immer wieder eine Freude, wie Deutsche PitaPit mögen und sich freuen, nochmal was Gesundes zu essen. 

Abends haben wir dann wieder eine neue Erfahrung gemacht: Theater! Eine ziemlich schlaue Mitstudentin von uns hat in ihrem Bachelor Schauspiel studiert und hat in dem berühmten Stück "Hamlet" von Shakespeare mitgespielt. Sie war die Königin und hat superduper toll gespielt. Ich war die ganze Zeit voll stolz, eine der Hauptschauspielerinnen zu kennen! Das Theater war ganz klein, sodass wir direkt an der Bühne saßen! Eine ganz neue Erfahrung, auch wenn drei Stunden relativ langsam vorüber gingen....was wahrscheinlich normal ist, wenn man fast nichts von der Sprache versteht ;-) Am nächsten Tag haben wir erstmal die Zusammenfassung von dem Stück gelesen....hier mal die Version von Wikipedia:

Hamlet (engl. The Tragicall Historie of Hamlet, Prince of Denmarke) ist ein Theaterstück von William Shakespeare. Bei dem Stück handelt es sich um eine im Königreich Dänemark spielende Tragödie. Claudius, der Bruder des Königs, ermordet den Herrscher, reißt die Krone an sich und heiratet Gertrude, die Witwe des Königs. Prinz Hamlet strebt danach, seinen Vater zu rächen, und stürzt dabei alle Beteiligten ins Unglück. Der Stoff des Stückes geht auf eine mittelalterliche nordische Erzählung zurück. Der Text des Hamlet wurde in der heute vorliegenden Fassung spätestens zwischen Februar 1601 und Sommer 1602 von Shakespeare fertiggestellt.
Ha! Einen Satz hab ich erkannt: "to be or not to be, that is the question":
„Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage“ (auf Englisch To be, or not to be, that is the question) ist ein Zitat aus der Tragödie Hamlet, Prinz von Dänemark von William Shakespeare, 3. Aufzug, 1. Szene. In dem Stück beginnt der Protagonist Hamlet mit diesem Satz einen Monolog, in dem er darüber nachdenkt, dass er vor entschlossenem Handeln Scheu hat, weil er trotz seiner Todessehnsucht und seinem Weltschmerz Angst vor dem Tod hat. Die Zerrissenheit der Figur wird in diesem Monolog, der weder der emotionalen Tragik noch des philosophischen Tiefgangs entbehrt, deutlich.
"Der Rest ist Schweigen" hab ich übrigens nicht erkannt. Jetzt habt ihr von dem Stück genauso viel gelernt und in Erinnerung behalten, wie ich. Hihi.


Diese Anzahl mal vier Sitzplätze gab es nur.
Die Schauspieler sind immer durch die Vorhänge dazwischen gekommen. 

Mitstudenten, die gegenüber von uns saßen. Bühne dazwischen!


Meine Klassenkameradin = Schauspielerin kriegt Blumen :)

Nach dem stundenlangen Theaterstück, bei dem mindestens zehn meiner Klassenkameraden eingeschlafen sind, sind wir alle zusammen noch in eine Bar gegangen und haben uns einen netten Cocktail gegönnt. Wir waren ca. 30 MIBs und 3 Au-Pairs. Das war ein netter Abend und die Au-Pairs, die in den USA noch unter dem alkoholfähigen Alter liegen, haben sich gefreut, einen frechen Schluck zu ergattern.

Am nächsten Morgen schien dann die coole Sonne, sodass wir in die Stadt gegangen sind. Davor waren wir noch zusammen im Gottesdienst, was auch allen super gefallen hat. Dann wollten wir eigentlich nach Wolfe Island fahren, aber leider hätten wir eineinhalb Stunden auf die Fähre warten müssen. Daher sind wir so noch etwas am See entlang gegangen und haben den Girls ein paar Sachen in Kanadas erster Hauptstadt gezeigt.


Im Wolfe-Island Ferry Terminal. Wartezeit: 1,5 Stunden. Nee...


Das gleiche Foto mit Michael drauf

Der Frechdachs. Immer am Faxen machen
(Gig. Das Wort hab ich noch nie geschrieben :D )

Juhu! Lillywoods!





Als uns wieder ein wenig kälter wurde, sind wir nach Hause gegangen und haben ein paar Spiele gespielt. Wir haben zum Beispiel versucht auf Englisch Tabu zu spielen und dabei gemerkt, wie schlecht wir Englisch können. Hier würde ich gerne diesen WhatsApp Smiley einfügen:


Nun hatten wir einen chilligen Abend geplant. Wir fuhren in unser Lieblingsrestaurant in Kingston (Montanas) und speisten genüssliche Burger und Steaks. Selbst Veggie-Lara schmeckte es vorzüglich. Muss ich wohl noch einen Screenshot vom Facebook Like machen... 


Nach dem Essen sind wir noch zusammen ins Kino gegangen und haben Gone Girl geguckt. Diesmal waren Michael und ich leider die Einzigen, denen der Film gefallen hat. Der war echt untypisch der Film und man wusste gar nicht, was als nächstes wohl passiert. Eine Empfehlung von Lisa, vielen Dank!

Und schon näherte sich das Ende unserer 48 Stunden mit Lara & Co....wir legten uns noch ein paar Stunden ins Bett und da war es auch schon Montag, fünf Uhr morgens und die drei sind weitergereist. Sie verbrachten den Tag noch bei den Niagarafällen und flogen Abends von Buffalo zurück nach Minneapolis. Hier noch ein paar Fotos von den lieben Mädels:




Insgesamt war es einfach ein mega cooles Wochenende und es ist immer wieder toll, ein Stückchen Heimat in der Ferne zu treffen. Danke Lara, Melanie und Rabea, dass ihr den ganzen Weg auf euch genommen habt (und ziemlich wenig Schlaf), um uns zu Besuchen. Es war uns eine Ehre euch kennenzulernen und wir hoffen, dass wir uns irgendwann im Leben noch mal sehen werden.

An alle anderen: Wenn ihr uns auch besuchen möchtet, müsst ihr euch mittlerweile beeilen! Wir bleiben nur noch bis kurz vor Weihnachten! Um genau zu sein: Noch 32 Tage, 11 Stunden, 43 Minuten, 38 Sekunden, ... Wir freuen uns schon so euch alle wieder zu sehen! Bis bald!!

M & S

Sonntag, 16. November 2014

Sie kommt nicht mehr

.....na? Habt ihr es erkannt?

Wir sind komisch, oder? Vermissen nicht nur unser Zuhause, sondern auch unsere Hochzeit! Ich würde mich riesig freuen, wenn ihr dieses Lied heute einmal für uns hören würdet...mir hat es gerade so viele schöne Erinnerungen gegeben!


Wenn ihr dabei nochmal die Fotos sehen möchtet: guckt hier!

Würdet ihr mal mitkommen, auf ein Konzert der Amazonas Express? 

Wir melden uns bald zurück mit dem nächsten Eintrag über das letzte Wochenende! Uns: Gute Nacht! Euch: Guten Morgen!

Freitag, 14. November 2014

Mix, Work, Blacky, Ophelia, Käse, Krini, Burger, Rememberance Day

Hi ihr geduldigen Warter,

Warter gibt es nicht, oder? Ich verlerne wirklich ein bisschen auf Deutsch zu schreiben. Bitte entschuldigt meine komischen Fehler. Es tut uns so Leid, dass wir schon über eine Woche nichts mehr geschrieben haben. Es ist echt nicht mehr normal, wie wenig Zeit wir haben. Ganz normale Sachen wie Fingernägel schneiden oder Augenbrauen zupfen werden weiter und weiter nach hinten verschoben, weil immer wieder neue Abgabetermine kommen, die möglichst gut von uns erfüllt werden müssen. Duschen und essen gelten bei uns zur Zeit als Entspannungsaktivitäten. An eventuell nochmal Sport machen zu können ist momentan erst gar nicht zu denken. 

Mein Working-Within-Multicultural-Teams-Take-Home-Exam. 
Ja, genau. 18 Seiten für 25% der Note für einen von 6 MIB Kursen ist völlig angebracht :-/

Aber naja, wir haben es so gewollt. Man kriegt seine zwei Master in 14 Monaten natürlich auch nicht geschenkt. Sich zu beschweren bringt ja auch nichts und außerdem ist ein Ende jetzt wirklich in Sicht!


<900 Stunden. Yeah!

Wie ihr vielleicht wisst, hatten wir letztes Wochenende Besuch hier in Kingston. Da wir davon aber noch keine Fotos haben, schreiben wir darüber später noch einen Blogeintrag. Jetzt kommt erstmal, was seit unserem letzten Eintrag davor und danach sonst noch passiert ist. Dabei beginnen wir leider mit etwas sehr Traurigem. Blacky, das Ehrenmitglied der Oberbantenberger Eckardt-Familie, ist letztes Wochenende nach schwerer Krankheit im Alter von 14 Jahren verstorben. Zum Glück haben Sarah, Inge und Horsti vom Tierarzt noch Michael angeskyped, sodass er sich sozusagen noch "verabschieden" konnte. Blacky war echt ein richtig cooler Kater und kein anderes Tier wird jemals seinen Platz einnehmen können. Das Bild von Blacky und Michael ist entstanden, als wir 2012 von der USA Reise zurückgekehrt sind.


RIP Blacky

Aber auch etwas Schönes ist hier in den letzten Tagen passiert. Ophelia hat das erste Mal "yes" gesagt, als Michael sie gefragt hat, ob sie ihn umarmen möchte. Das war so ein traumhafter Moment, bei dem mir ganz warm ums Herz wurde. Michael wird so ein toller Papa werden!



Schade, dass das Licht so schlecht war. Es war schon spät. Was noch schade ist, ist dass man sich hier nicht einmal die Hausmarke an Käse im Supermarkt leisten kann. Wie kann ein Sack Streukäse denn $9.99 + MwSt kosten? Die anderen (billigeren) Beutel auf dem Bild sind alle mini klein.



Zum Ausgleich wieder ein freudiger Anlass: Unsere schlaue Trauzeugin und fleißigste Blog-Kommentatorin wurde von der AOK als Mitarbeiterin des Monats ausgezeichnet! Wie kann man so gut sein? Ich bin ganz stolz, herzlichen Glückwunsch! Soweit ich das beurteilen kann, hat sie das durch sehr viel harte Arbeit wirklich verdient! Juhu!


Kennt ihr eigentlich Sweet Potato Fries (Süßkartoffelfritten)? Die sind sooo lecker! Gibt es hier relativ häufig und ich bin ein Riesenfan! Vor unserer Discussion Group am Dienstag waren Michael und ich noch in der Canadian Grilling Company einen Burger essen, der sah so aus:




Der Bacon ist einfach nur köstlich, angeblich wird der mit Ahornsirup gemacht. Mhhhmm....

 

Am 11.11. war dann noch Rememberance Day hier in Kanada und auch in den USA (Veterans Day). Da wurden alle geehrt, die im Militär dienen und gedient haben. Sogar auf den Bussen stand an dem Tag "Lest We Forget" ("auf dass wir niemals vergessen mögen"). 




Eine gute Nachricht haben wir noch: Zwei unserer netten Professoren haben ihre Vorlesungen verlegt, sodass wir die erste Dezemberwoche frei haben. Da bot es sich doch an, direkt mal einen Plan zu machen um nochmal für acht Tage das Land zu verlassen...dazu später mal irgendwann mehr ;-)

Das war jetzt ein ziemlich bunt zusammengewürfelter Blogeintrag. Sobald wir die Fotos haben, schreiben wir auch noch einen von diesem Wochenende und für die Zukunft werden wir wieder versuchen, häufiger zu schreiben. Wir wollen uns ja schließlich später auch noch an irgendwas anderes erinnern als unseren Laptop mit geöffnetem Word Dokument. Wir wünschen euch ein sehr schönes Wochenende! 

Bis bald!!! 

Michael & Sara

Noch ein kleiner Tipp: Wer mich wieder zu Hause mit diesem Getränk überrascht, wird mein absoluter Winterhero sein! #nutella #liebemarshmallows

Zum Rezept (kleine Challenge): Klick aufs Bild!

Mittwoch, 5. November 2014

Italiener, John, Oreo, Abigail

Hoi hoi (das ist Maastrichterisch und heißt hallo. Die Sprache vermissen wir natürlich sehr!)

Hier kommt nur ein kurzes Update von uns, damit ihr auf dem neuesten Stand bleibt! Wir sind leider gerade wieder viel mit Uni beschäftigt, sodass wir im Moment nichts Spektakuläres erleben. Sonntag hatten wir nichtsdestotrotz ein Team-Meeting mit 5/6 aus unserem Team für den Operations Kurs. Dieses Team durften wir uns selbst aussuchen und deshalb sind Michael und ich zusammen! Voll die Seltenheit! Wir sind eine europäische Gruppe, bestehend aus einer Schwedin, drei Italienern und uns. Um uns kennenzulernen, gab es Sonntag ein gemeinsames Dinner. "Gnocci Fritto" hieß der Schmaus und wurde von den Italienern zubereitet.



Es war wundervoll, endlich noch einmal guten Aufschnitt zu essen. Der ist ja hier so mega teuer, aber für diesen besonderen Anlass haben wir uns überlegt, im Supermarkt an der Theke zu shoppen. Das hat sich wirklich gelohnt, denn unsere Geschmacksnerven wären von der ganzen Pizza beinahe abgestumpft. Wenn wir zu Hause sind, müssen wir dringend etwas ordentlicher/gesünder essen. Wir haben den ganzen Abend geredet und einen kostbaren Tropfen aus der Region der Niagarafälle genossen. Ein Italiener hatte sogar Tiramisu vorbereitet. Michael war begeistert! Noch nie hat ihm eine Tiramisu, die nicht mit Inges Hausrezept zubereitet wurde, so geschmeckt. Die Italiener haben es einfach drauf.



Nach einem etwas entspannteren Wochenende als gewohnt ging es Montag natürlich direkt wieder los mit Uni. Hier präsentiert sich Michael vor dem geschmückten Eingang einer der Libraries (man bemerke die gesellschaftskritische Beinposition).

It-Is-Yes-Welfare-Not-Your-Serious!

Als wir letztens bei Pita Pit waren, hab ich zufällig die Flasche von meinem Lieblingsevangeliumverfasser bekommen (Johannesevangelium = Gospel of John). Zufällig hatte ich meine Bibel dabei, da bot sich dieses Foto an :)


Heute hat die Businessschule Besuch von einem Experten in Social Media Marketing bekommen: Mondelez, die Firma, die Oreo besitzt, war bei uns. Mit ihrem Real-Time Marketing haben die hier in Nordamerika neue Standards gesetzt und es war echt cool, Beispiele zu sehen, wie man aktuelle News sofort (am gleichen Tag) noch zu Marketingzwecken nutzen kann. Mims wäre in dieser Branche hervorragend aufgehoben, finde ich.


Da wir jetzt bestimmt keine neuen Antworten mehr zur Alligator River Story bekommen, wollte ich noch ein paar Sachen dazu sagen. Ich finde diese Geschichte faszinierend! Die meisten von euch (auch Michael), finden, dass Abigail die Schlimmste ist, weil sie so egoistisch ist und alles dafür tun würde, über den Fluss zu kommen. Was wir bei euren Antworten, und auch bei denen in unserer Klasse, lustig fanden war, dass manche Leute Ivan als den einzigen Vernünftigen gesehen haben, während manche meinten, er sei der Allerschlimmste, weil er sich einfach herausgehalten hat. Auch lustig war, dass manche das Verhalten von Slug unmöglich finden, während andere Mitleid haben, dass er seine Gewalt nicht unter Kontrolle hat. Was mich selbst überrascht hat, war, wie viel Verständnis alle für Leonidas hatten. Ich fand sein Verhalten gar nicht toll. Erstmal unternimmt er selbst überhaupt keinen Versuch zu Abigail zu gelangen und wenn sie schon solch einen hohen Preis dafür zahlt, zu ihm zu kommen (was ihr sicher nicht leicht gefallen ist, sonst hätte sie ja zu Sindbad von Anfang an 'ja' gesagt), schießt er sie einfach weg! Ganz schön frech find ich das!

Noch kurz zu den Kommentaren vom letzten Eintrag: 
  • Das Babypinkeln kannte ich tatsächlich schon. Ich durfte schon im kostbaren Alter von zwei Jahren zum ersten Mal daran teilnehmen, als Mims geboren wurde...
  • Ich glaube das Trinity Zeichen haben sich die Girls selbst ausgedacht. Ich kannte es bis zu dem Foto noch nicht!
  • Danke für die lieben Kommentare. Ihr wisst gar nicht, wie sehr das beim Schreiben motiviert, wenn man nette Kommentare bekommt. Grüßt euch!

Am Wochenende kriegen wir übrigens Deutschen Besuch! Wir freuen uns schon so!!! Bis bald!

Montag, 3. November 2014

Tara's Baby Shower

Hallo ihr Niedlichen!

Heute muss ich einfach in lila schreiben, weil es so ein niedlicher Anlass ist <3 Wir haben heute für Tara, die Frau/Mutter der Familie, mit der wir hier wohnen, eine surprise baby shower geschmissen! (= Überraschungs-Babyparty) Und ich kann euch jetzt schon mal sagen: Wenn ich schwanger bin will ich auch so eine! Diese amerikanischen Traditionen mit dem rehersal dinner und bridal shower und baby shower finde ich wirklich supi :) Ich hab keine Ahnung, was diese Party mit duschen (warum heißt sie shower?) zu tun hat, aber sie wird von Freundinnen organisiert und nur Mädchen sind eingeladen. Die Party handelt eigentlich nur davon, der werdenden Mutter Geschenke zu geben und alles Gute zum kommenden Kind zu wünschen.


Eine unserer Aufgaben als Teilnehmerinnen war, süß auszusehen. Mädchenhaft wie man das hier so macht, mussten wir alle im Kleid kommen. Hihi! Da es leider im Haus immer recht kühl ist, musste ich mein pink-weißes Outfit leider durch etwas unstylische schwarze Leggins down-stylen :-/ 



Darren war eingeweiht und ist mit Tara und den bereits geschlüpften Kids einkaufen gefahren. Sobald sie aus dem Haus waren, stürmten die Mädels herein und das Dekorieren ging los. Pinke Luftballons, Girlanden, Servietten und vieles mehr. Das Baby soll übrigens ein Mädchen sein. Als Tara und Darren gerade im Laden angekommen waren, fiel Darren auf einmal ein: "Oh, so ein Ärger! Ich hab meine Mitgliedskarte vergessen!". So ein Mist, jetzt mussten sie wohl oder übel noch mal nach Hause fahren und sie holen. Als Tara ins Haus kam, um die Karte zu suchen, ertönte ein lautes "Surprise!" und sie war in der Tat sehr überrascht, als sie über zehn Mädchen auf einmal in ihrem Wohnzimmer fand. Das war ein Riesengig!

Melindas Werk!

Sobald Tara eingetroffen war, wurden auch schon die Regeln der Party erklärt. Jede Teilnehmerin bekam vier Wäscheklammern an die Kleidung gesteckt. Es durfte den ganzen Morgen nicht "Baby" gesagt oder die Beine überschlagen werden. Wurde man dabei erwischt, durfte der Erwischende einem die Klammer abnehmen und sich selbst anstecken. Wer am Ende am meisten hatte, hat gewonnen. Das war übrigens Christie. 

Die leckeren Cupcakes essen und irgendwas Interessantes beobachten!

Den ganzen Vormittag wurden Spiele in Verbindung mit Schwangerschaft und B***** gespielt. Wir mussten zum Beispiel schätzen, wie dick Taras Bauchumpfang ist. Dafür haben wir ein schönes rosa Band bekommen und mussten es in unsere geschätzte Länge zerschneiden. Tara hat am Ende ausgemessen und Natalie hat gewonnen!



Sebby war der einzige Junge, der bei unserer Girls Party erlaubt war. Tara musste ihm ein Buch vorlesen, in dem viele verschiedene Vorschläge erklärt wurden, wo die B***** wohl herkommen könnten...


Alle Leute, die zu blöd waren, vorher eine Karte für Tara zu schreiben, durften das zum Glück noch nachholen, bevor das gemeinschaftliche Geschenk übergeben wurde. 


Wir hatten alle zusammengelegt und ein paar niedliche Sachen besorgt, zum Beispiel die gleichen süßen Socken für Mama und B***, einige duftende Öle, Pandahausschühchen (weil das B*** halb asiatisch ist ;-)) und einen kleinen Body mit Michaellas Design. Das ist unsere Künstlerin in P2C, die übrigens auch der Deutschen Sprache mächtig ist.




Nun wurde es Zeit für ein weiteres Spiel: B***nahrung erschmecken. Uns wurden die Augen verbunden und etwas Matschiges gefüttert. Wir mussten dann erraten, was das wohl sein mag. Mein Zeug sah räudig aus (was ich aber nicht sehen konnte) und hat nach Apfel mit Kartoffel geschmeckt. Es waren aber grüne Bohnen. Ich hab das Raten leider nicht gewonnen. Lustige Geschmacksrichtungen, die man seinen B***** so anbietet. Tiffany hatte den Geschmack 'Rind mit Bratensauce'. Hihi


Beim nächsten Spiel haben wir ein süßes Sperma in die Hand gedrückt bekommen, wurden mit verbundenen Augen im Kreis gedreht und mussten dann versuchen die Eizelle zu treffen. Auch hierbei stellte sich heraus, dass ich noch nicht zur Schwangerschaft bereit bin, da mein Spermi nicht einmal in der Gebärmutter landete :( Zum Glück haben Tara und Darren das besser hinbekommen.


Den Rest der Feier haben wir nur noch gechillt und geredet. Langsam hab ich alle diese Mädchen so lieb gewonnen, dass ich jetzt schon traurig bin, in zwei Monaten wieder weg zu müssen. Die sind aber wirklich alle unglaublich cool und jede einzelne ist auf ihre Art ganz besonders. Es ist auch lustig, dass man hier relativ viele Sachen getrennt macht zwischen Mädchen und Jungs. Ich bin davon ein großer Fan :)

Sebby und Tara

Melissa, Natalie & Tiffany

Tiffany und Melinda

Lydia, Melinda, Jessica, Tara & Sebby

Emily, (halbe) Lydia, Christie, Jessica, Farrah & Sara

Sara, Michaella, Farrah, Christie & Sana

Für mich war so eine B*** Shower eine ganz neue kulturelle Erfahrung und ich hab mich riesig gefreut dabei zu sein. Deshalb musstet ihr auch so einen langen Eintrag darüber lesen ;-) Der Blog zählt ja bei uns wie ihr wisst auch als Tagebuch. Michael durfte übrigens für diese beiden letzten Fotos auch mal für zwei Minuten aus seinem Zimmer heraus kommen. Wir brauchten ja ein Gruppenbild!

Gruppe mit Fokus auf der Deko

Gruppe mit Trinity-Zeichen:
Father, Son, Holy Spirit!

Tschüss ihr süßen Leser! Eure Sara

P.S.: Michael geht's übrigens auch gut. Er hat in diesem Blogeintrag allerdings nichts zu Suchen ;-)

Samstag, 1. November 2014

Halloween(-Party, -kostüm, -fieber)


Hallo Freunde fragwürdiger Feste,

Wenn ich jetzt schon wieder schreiben würde, dass diese Woche sehr stressig war, ausgelöst durch schulische Verpflichtungen, würde ich mich selbst an Harry Potter erinnern, der sich auch immer darüber beschwert hat. Da mich das beim Lesen eigentlich meistens genervt und gelangweilt hat, werde ich das dieses Mal nicht tun.

Freitag Morgen klingelte der tägliche Wecker in Form einer sich für den Tag vorbereitenden Familie. Sauer auf unseres Selbst aus der Vergangenheit, weil wir es nicht einmal schaffen, früh ins Bett zu gehen und müde wie jeden Morgen, spähten wir auf unsere elektronischen Geräte, von denen wir sowieso schon viel zu abhängig sind (vor allem die besser Hälfte). Ähnlich wie Harrys Eule, Hedwig, flatterte eine Facebook Nachricht von Tiffany herein.


Aha! Man forderte uns also auf, Kostüme für die Halloween-Party am Abend zu besorgen. Das ist ja auch alles kein Problem, wenn da nicht die Einschränkung des Themas wäre. Sara sollte als Superheld gehen und Michael musste sich etwas bezüglich des Themas Dschungel einfallen lassen. Und das nur wenige Stunden vor dem Event! Och Menno! Dabei wollte Michael Halloween doch als Rechtfertigung  nutzen, um sich entweder als sexy Lehrerin, sexy Bunny, sexy Cheerleaderin, sexy Teufelin oder etwas Ähnlichem zu verkleiden, was knappe Kleidung bei kanadischen Temperaturen verlangt. Das wär zwar trendy, aber äußerst epigonenhaft. (Anmerkung des Verfassers: Bitte überschätzt mich nicht; letzteres Wort entstand durch mühsame Forschung und befindet sich nicht in meinem Wortschatz).

Die Zeit lief uns davon! Dazu kam die schreckliche Unlust meinerseits, was die größte Hürde darstellte. Aber wenn die bessere Hälfte sagt, dass wir jetzt in die Stadt gehen und Kostüme kaufen..., dann gehen wir in die Stadt und kaufen Kostüme. Wir so, ab in Richtung Downtown, rein in das Getummel. Die Stadt schien voller als die 302 – Waldbröl über Nümbrecht um 13:25 Uhr.

Wir versuchten unser Glück in einem Zweitehandladen. Nie hätten wir gedacht, dass es einfacher wäre ein passendes Kostüm für Dschungel, als für Superheld zu finden. Doch genau das sollte passieren. Für Sara war einfach nichts dabei. Bei der Suche kristallisierte sich wieder einmal Saras größte Wissenslücke heraus: Film. Achtsam behütet als die Erstgeborene wurde von früh auf der Fernsehkonsum streng zensiert, sodass sie nur Unser Charlie und das Sandmännchen kennt. Konsequenterweise fragte sie ihren Ehemann peinliche Fragen wie zum Beispiel: „Ist das ein Superheld?“, „Das ist doch einer oder nicht oder doch?“ „[...] aber der hat doch ne Spinne drauf!“, „ist der von Star Wars, der immer so atmet, kein Superheld?“

Enttäuscht verließ die hochmotivierte Kostümsucherin erfolglos den Laden, wohingegen der lustlose Dschungelkönig ein Affenkostüm erhachte und Blut leckte. Wir gingen noch schnell in den Dollarladen, doch auch dieser konnte nicht wirklich helfen. Sara musste schnell handeln, da ein Gruppentreffen mit ihrem Team bevorstand und sie vorher noch 10 Stunden im Fitnesscenter der Uni Duschen musste. Improvisation war gefragt! Sie kaufte sich viele Weihnachtsachen und klebte sich beispielsweise einen Adventskalender auf den Rücken. Sieht jemand von euch die Verbindung??? Weihnachten = Jesus = der größte Superheld aller Zeiten. Zugegeben, es ist etwas weit hergeholt, jedoch hofften wir von einer Party der christlichen Campusgruppe auf Verständnis und Vergebung.

Sara zichte also los in Richtung Uni, während Michael daran arbeitete, sein Kostüm zu perfektionieren. Er erwarb die längsten, grünsten Bananen und die größten Kokosnüsse, die er sich unter den Nagel reißen konnte. Außerdem kaufte er noch ein neun Meter langes Seil, Kabelbinder, Klebeband, eine Schlange, eine Kette und ein paar Tiefkühlpizzen für den Notfall. Zuhause angekommen, griff er auf 120% seiner Kreativität verbündet mit handwerklichem Geschick zu und verwandelte eine graue Kirchenmaus zu Canada’s next Junglemodel.


Der Professor, der Matthew Mäkonohey ähnelt, ist mit uns einen Deal eingegangen: wenn die Hälfte des Kurses am Freitag verkleidet erscheint, lässt der barmherzige Samariter uns früher gehen. Also der Ele sich sein Kostüm übergeschmissen und ab geht die Post! Der Professor lächelte und starrte Michael an, sodass dieser beinahe gefragt hätte: „Would you like to hakuna ma tatas?“ Die hierarchische Beziehung zwischen Student und Professor erlaubte aber solch einen Spökes in der Anfangszeit nicht. Apropos tatas: während des Unterrichts lagen die Kokosnüsse auf dem Tisch und platzten auf einmal unerwartet auf, eine nach der anderen, ohne jeglichen äußeren Einfluss.

Verkleidete Kollegen – wer ist wohl der Affigste auf diesem Bild?

Nach dem Unterricht holten wir uns die üblichen 2 Medium Pineapple, Bacon Pizzas with 3 Garlic Sauce von Domino’s. Nach der Mahlzeit mussten wir uns auch schon auf die Socken machen. Sara warf sich ihr Kostüm über und es konnte losgehen!


Teil der Party von P2C war nämlich eine Schnitzeljagd. Jeder wurde einem Team zugewiesen, das innerhalb von zwei Stunden so viele Aufgaben wie möglich erledigen musste. Wir liefen also im Sauseschritt hin und her, erfüllten Aufgaben und dokumentierten diese mit Video und Foto.

hier seht ihr eine der Aufgaben


Zwei Stunden später trafen sich alle Teams bei Melinda und Michaella und die Party ging los. Sogar der für Halloween zu coole Ebenezer traf irgendwann ein. Wir hatten viel Spaß, das kann man sagen.



Im Mittelpunkt stand die Plastikschlange, die aus Michaels Hosenstall kam und einige Gäste mit Nachos und Guacamole fütterte. Gegen zwei Uhr stapften wir dann wieder nach Hause und legten uns mit der Hoffnung, dass sich der morgige eingefleischte Wecker ausnahmsweise verspäten würde, zur Ruhe.

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Ein junges Ehepaar, das Reisen liebt! Als Erinnerung für uns und als Update für unsere lieben Familien und Freunde schreiben wir gerne Blogeinträge über unsere Reisen. Wir freuen uns, wenn euch die Blogs gefallen!