Hallo liebe Leute,
es ist natürlich schon längst Zeit euch den zweiten Tag von unserem Wochenendetrip in Ottawa zu präsentieren. Am besten gehen wir die ganze Geschichte chronologich durch:
Zwei Stunden vor unserer üblichen Aufstehzeit gab es bei Alisons Familie Frühstück. Und was für eins! Es gab allerhand, allerlei, für alle Ei zu aller Freude Saras. Der Tisch überfüllt von Lebensmitteln, mitunter mir nicht bekannte Obstsorten, drohte zu kollabieren.
Die sowieso schon zu volle Wampe vollgehauen ging es zum ersten Highlight, dem Parlament, das Laura, Sara und Michael schon am Freitag bestaunen durften.
Diesmal waren alle dabei:
v.l.: Krysten, Alison, Michaella, Eiszapfen, Laura, Vicky und Dicki
Ich bin selbstverständlich der Coq im Korb
Von den oben dargestellten sportlichen Aktivitäten sowas von volle Pulle verausgabt, musste ein zweites Frühstück her. Alison, der Fuchs/(die Füchsin), leitete uns zu einem Stand, an dem kostenlose Pfannkuchen und heiße Schokolade verteilt wurden. KOSTENLOS!
Wie gerufen kommt der Tisch in der Sonne für uns
Jeder der bei Frau Krakau Schlittschuhlaufen gelernt hat, muss einen Kommentar schreiben
Michaella freut sich einen Wolf
Michael schon wieder hungrig wie ein Wolf:
"Waaas?! Wer hat gesagt, dass man nur einmal gehen darf?"
Besonders die beiden oben erwähnten Individuen hatten sich die Pfannkuchen verdient, nachdem sie folgendes in der Schlange vollbrachten:
Bild 1
Bild 2
Bild 3
Das Winterlude Festival, der ursprüngliche Grund unseres Besuchs, geriet am Samstag dank der anderen Aktivitäten etwas in der Hintergrund.
Stefan bot für dieses Meisterwerk die Vorlage
Anstatt mit Bauklötzchen im Sand, spielen die kanadischen Kinder mit Eisblöcken im Schnee
Einige waschechten Holzfäller gaben uns ein paar Holzfällertipps. Für mich, ein gebranntes Kind aus einer Holzfällerfamilie, war das natürlich ein alter Schuh.
Hier lernten wir wie man früher Ahornsirup machte
Apropos Ahornsirup, es war schon längst Zeit für einen kleinen Snack - im Schnee gefrorener Ahornsirup:
Das bezaubernde Lächeln versucht von der dreischichtigen Kopfbedeckung abzulenken
Anschließend ging es zum Eislaufen. Nicht nur war es unser erstes Mal, dass wir es oben ohne getrieben haben (ohne Dach in einer Halle), es war sogar das erste Mal auf einem Kanal. Richtig. Kanal! Auf dem Rideau Kanal, auf dem im Sommer Boote fahren, liefen wir Eis.
Hier sind wir am Anfang - Kilometer 0,0!
Die Schlittschuhe haben wir uns KOSTENLOS in der Uni und von Allisons Vater leihen können. Im Sommer, wenn das Eis geschmolzen sein wird, wollen wir auf dem Kanal mal mit Kanus fahren.
Circa jeden Kilometer gibt es auf dem Kanal Toiletten und kleine Stände. Zwischendurch gönnten wir uns an solch einem Ort ein Päuschen auf den KOSTENLOS erhältlichen Stühlen an dem offenen Kamin. Dieser Kamin steht mitten auf dem gefrorenen Wasser, auf dem auch Autos fahren!
Mitten in meiner Tiefenentspannungsphase kam eine meiner reizenden Begleiterinnen auf mich zu und erkundigte sich bei mir, ob ich an einem Apple Cider (Süßmost, Apfelwein) interessiert sei. Ich lehnte höflich ab. Doch daraufhin informierte man mich über den Preis: KOSTENLOS! Da kann kein Sibi nein sagen. Zufrieden lies sich Missjöh bedienen.
Gestärkt erreichten wir schließlich das Ende...
- ...der ältesten ununterbrochen benutzten künstlichen Wasserstraße Nordamerikas
- ...der längsten Eislaufbahn der Welt
- ...des Weltkulturerbes.
Normalerweise laufe ich in der Woche ca. 60-70 km Eis. Diese Woche waren es ausnahmsweise nur 7 km.
Danach wurden wir Zeugen eines speziellen, traditionellen Sportevents: Krankenhausbettenrennen auf einem gefrorenen See! Mehrere Teams treten gegeneinander an. Wer als erstes mit dem Krankenhausbett über die Ziellinie kommt, gewinnt. Sehr witzig und hat uns an den Gummistiefelweitwurf in Neuseeland erinnert.
Im Anschluss brachte uns der Bus zurück zum Hauptstadtzentrum. Das gleichmäßige Motorgeräusch bezwang Sara schließlich.
Mittlerweile waren wir allerdings alle ziemlich müde.
Und was macht man gegen Müdigkeit? Dasselbe was man gegen Langeweile, Trauer und Hunger tut: Essen! Zu unserer Enttäuschung mussten wir feststellen, dass die Beavertails nicht KOSTENLOS waren. Für kurze Zeit hatte ich vergessen in welch kapitalistischer Welt wir leben.
Im Dschungelcamp gibt's Ochsenschwänze, hier isst man Biberschwänze
Die KOSTENLOSE Führung im Parlament danach machte aber wieder einiges gut.
Das coolste der Führung war die wunderschöne Bibliothek. Diese überlebte das Feuer in den 1960er Jahren dank ihrer Stahltüren. Irgendwo hier befindet sich auch "Birds of America", ein Buch über Vögel, das im 19. Jahrhundert verfasst wurde und heute 14 Millionen Dollar wert ist.
Ihre Hoheit Königin Victoria
Am Ausgang des Parlaments trafen wir auf einen Polizisten, der echt witzig war und ein bisschen mit uns gequatscht hat. Er hat uns sogar ein paar KOSTENLOSE Souvenirs geschenkt. Ein weiteres Beispiel dafür, wie cool und witzig die Nordamerikanischen Polizisten sind.













